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Erfahrungsbericht: Tamron 17-70mm f2.8

.. macht im Foto-Alltag richtig Spaß!

Blende durchgehend 2.8 von 17-70mm – solche Specs schätzt der ambitionierte Fotograf. Sie ermöglichen Fotografieren auch in schwierigen Lichtsituationen, die 17mm decken weitwinklige Motive ab und ab 50mm geht es dann so richtig los auch in der Porträtfotografie. Die häufigsten Zooms dieser Art liefern die Brennweite 24-70mm, Tamron legt da mit seinen 17mm also noch ein Scherflein drauf. Brennweitenbereich sowie die durchgehende Blende machen das Objektiv zum Klassenprimus: Das alles bietet kein Mitbewerber. Die genaue Bezeichnung lautet 17-70mm f/2.8 Di III-A VC RXD.  Wir haben die interessante Linse an Sonys APSC-Premium-Modell, der A6600, mal ausprobiert.

Intelligente Stabilisierung – gibt’s das?

Schön, dass man mit diesem Zoom seine Motive vierfach ranholen kann. Dabei sind die Ausmaße dieses Zooms doch sehr kompakt und das Gewicht leicht. Dennoch werkeln im inneren zum einen ein flotter Autofocus und – was bei nur knapp über 500 Gramm (genau: 525g) doch überrascht – auch ein Bildstabilisator. Und: Der Stabi arbeitet intelligent – er erkennt, ob der Fotograf beispielsweise ein Stativ benutzt (relevant bei Langzeitbelichtungen und im Stacking-Modus) oder aus der Hand fotografiert. Er erkennt auch – was vor allem für Videografen interessant sein dürfte – ob der Fotograf gerade geht oder ob er steht, ob er die Kamera schwenkt oder kippt … oder diagonal dreht. Wir finden: Das sind alles gute und ausbaufähige Ideen, weil sie in sehr vielen Situationen dabei helfen, dass der Fotograf scharfe Bilder hinbekommt. Das Objektiv ist zudem gegen Spritzwasser und Staub geschützt – Tamron liefert, die Ausstattung ist top und kann mit den Originalobjektiven locker mithalten, ja diese in Teilen sogar übertreffen.

Ideal für den Foto-Alltag

Ein großer Tamron-Trumpf ist selbstverständlich auch die Handlichkeit. Die Frontlinse fährt ausgezoomt nur wenige Zentimeter vorne raus. Hier liegt die Naheinstellgrenze bei ca. 20cm, weitwinklig kann man bis ca. 4cm ans Motiv ran. Das sind insgesamt hervorragende Parameter, die die Alltagstauglichkeit weiter unterstützen. Der Zoomring ist großzügig dimensioniert, der bajonettseitige Scharfstellring ist mit ca. 12mm deutlich kleiner. Blendenring gibt es keinen – das muss die Kamera erledigen.

Schöne Farben, knackige Schärfe, großartige Hauttöne

Zur Bildqualität: Die Konnektivität von Tamron mit Sony-Kameras – APSC wie Vollformat – funktioniert ja schon seit vielen Jahren prächtig. Was die Freistellungsmöglichkeiten angeht, so kann man Zahlen sprechen lassen: 70mm und f2.8 – da lässt sich schon einiges bewerkstelligen, das hat Potenzial. Je näher aber am Motiv, desto besser – lautet unser Ratschlag. Die Hintergrundunschärfen fallen jedoch schnell weg, wenn man sich vom Motiv entfernt, vielleicht deutlicher als bei Mitbewerbern. Top ist das Objektiv in Sachen Schärfe, Kontrast und Farben, die sich sehr organisch und natürlich geben – wie man es von Tamron auch gewohnt ist. Die Wiedergabe von Hauttönen fällt besonders schön aus. Verzeichnungen im Tele- und Weitwinkelbereich liegen im üblichen Rahmen, Vignettierung hingegen gibt’s hier weniger als bei manchen Mitbewerbern, und dort auch nur im Weitwinkel-Modus – so unsere subjektive Wahrnehmung.

Gut für Immer-Drauf

 

Fazit: Das Tamron 17-70mm f2.8 füllt eine Lücke aus – das hat für das APS-C Format von Sony noch gefehlt. Mit der attraktiven durchgehenden Lichtstärke bietet sich das Objektiv besser als andere als Standardzoom an. Die Verarbeitung ist hervorragend, die Bildergebnisse ebenso. Somit leistet sich dieses Glas keine Fehler – auch beim Preis nicht: Fremdhersteller sind meistens günstiger, oft auch innovativer als Original-Objektive. Auch hier macht das Tamron keine Ausnahme.

 

Noch eine Kurzbemerkung zur Kamera: Tieraugenfotos funktioniert bei der 6600 wunderbar.

 

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